Person

„Ich stehe früh morgens auf und höre eine Melodie. Sie begleitet mich den ganzen Tag, sie wirkt auf mein Denken und beeinflusst mein Handeln.“

Nach seinen Studien Klavier und Kirchenmusik (Chorleitung, Komposition, Orgel) beginnt Johannes Kobald seine Tätigkeiten als Tontechniker und Chor / Orchesterleiter in Wien. Wichtige Stationen sind der W.U. CHOR WIEN, Chor und Orchester der Schlosskapelle Schönbrunn und die Wiener Sängerknaben. Während dieser Zeit entdeckt der jung ausgebildete Komponist in Sprache und Musik zwei korrespondierende Kunstgattungen, die er in seinen ersten Arbeiten intensiv gegenüberstellt.
Auftraggeber sind u.a. ORF, Wiener Sängerknaben, ÖGZM, Universität für Musik, Hortus Musicus, Jesuitenkirche Innsbruck, Heart-Voice & Soul, Gesellschaft Kärntner Slowenen in Wien, Collegium Innsbruck, Muun Kompanie, Wiener Orgelkonzerte und Museum Angewandter Kunst-Wien (MAK).

„Passt die Melodie zu einem Ereignis, Tagesgeschehen oder ein Gefühl kann ich mit dem Komponieren beginnen.“

Als Gesangsmitglied der Wiener Choralschola, die sich seit 1996 der wissenschaftlichen Restauration sowie der Pflege des Gregorianischen Chorals und der Frühen Mehrstimmigkeit (Konzerte, liturgische Veranstaltungen, Workshops) verschrieben hat, erhält Johannes Kobald intensiven ‚Kontakt‘ mit der Wiege der abendländischen Musikkultur.
In diesem Zusammenhang erkennt Johannes Kobald die stark verwobene Beziehung von hör- und spürbarer Musik und den vorherrschenden Naturgesetzen (Naturkonstanten) und beginnt den gemeinsamen Startpunkt (Urknall?) von Mensch, Geist einerseits und Natur andererseits für sich zu begreifen.

„Beim Komponieren denke ich jede Sekunde an den Hörenden und Interpreten. Jeder Ton, jede Harmonie oder Disharmonie muss verstanden werden: von mir, den Musikern aber vor allem von den Zuhörern!“

Derzeit beschäftigt sich Johannes Kobald zunehmend mit reiner Instrumentalmusik und lässt gerne seine kompositorischen Erfahrungen  in seine  Tätigkeit als Klavierpädagoge einfließen.