Compression – Decompression

– Flöten
– Klavier

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Compression – Decompression

  • 2 Flöten
  • Klavier
  • Furioso
  • 4′ 50″
  • Konzert, Unterricht, Wettbewerb

Preis: 13,90

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„COMPRESSION – DECOMPRESSION“ ist ein Stück für 2 Flöten und Klavier. Es thematisiert in geballter Stärke die Begriffe Spannung und Entspannung zunächst im physikalischen Kontext: „Spannung ist Kraft im Innern eines elastischen Körpers, die gegen seine durch Einwirkung äußerer Kräfte entstandene Form wirkt“ (Quelle: Duden).

Das Tempo der Komposition ist sehr flott (Furioso), die Spielart virtuos und wunderbar kurzweilig. Beides bietet einige technische Herausforderungen an alle Spieler.

Die Flötenstimmen nutzen den nahezu gesamten Tonumfang der Instrumente. Die Spieltechnik in der Klavierstimme erinnert stark an zwei Stücke des Komponisten Frédéric Chopin:

  • 1. Etüde in As-Dur ’Aeolian Harp’, op.25
  • 12. Etüde in c-moll ‚Ocean‘, op. 25

Alle drei Stimmen demonstrieren spielerische und technische Erfahrung der Instrumentalisten auf ihren Instrumenten. Ein gutes Zusammenspiel wird besonders durch rhythmisch variierende musikalische Bögen geschickt gefördert.

Die Begriffe Spannung und Entspannung werden mit dem Stück „COMPRESSION – DECOMPRESSION“ aus der Welt der Mechanik sinngemäß in die Musik übertragen. Das Stück zeigt in geballter Form Spannungsverhältnisse mit unterschiedlichen Frequenzstufen:

  • hörbare Frequenz: zwischen zwei oder mehreren Tonstufen (Intervalle, zeitgleich und nacheinander)
  • spürbare Frequenz: Rhythmus, Metrum, Synkope, Diminution, Augmenation, Motivabspaltung
  • erfahrbare Frequenz: aus der musikalischen Form resultierende Zeitabschnitte (Erinnerung – Erwartung – Vergleich)

Mit Hilfe einfacher Motive und nachvollziehbaren rhythmischen Passagen fällt es nicht schwer den Zuhörer aus der Behaglichkeit seines Alltages in die Welt der Spannung und Entspannung zu verführen.

Spiegelt „COMPRESSION – DECOMPRESSION“ nicht eindrucksvoll die hastige und kurzlebige Phase unserer westlich orientierten Gesellschaft wider?

Im Programmfolder der Uraufführung beim 30. Internationalen Fajr Music Festival -Tehran, Iran 2015 sind folgende persönliche Gedanken von Johannes Kobald nachzulesen:

„In meinem Leben ist Alles was ich sehe und fühle Schwingung. Jede Schwingung hat einmal mehr und einmal weniger Energie (Frequenz). Im physikalischen Sinn sind es zum Beispiel die Licht- und Schallschwingungen, oder der fühlbare Rhythmus des Herzens oder der gespielten Trommel. Im Mikrokosmos sind es die Atome und Ihre Bausteine, im Makrokosmos die Sonnensysteme mit ihren Planeten. Auch Galaxien und selbst das Universum scheinen sich zu entspannen, zu dekomprimieren. Manche Wissenschaftler sprechen sogar vom stetigem Ausdehnen und Zusammenfallen unseres Universums. Woher kommt diese Energie?

Die physische Natur, in der wir leben, denken und fühlen, versucht permanent einen spannungsfreien Zustand zu erreichen. Eine Anspannung der menschlichen Stimmbänder zum Beispiel verursacht höhere Schwingungen. Beim entspanntem Flüstern niedrigere Schwingungen. Oder ein warmes Gas möchte immer zu einem kühleren Gas wandern.

Meine Fragen zum Leben sind:

Wenn der Mensch ein Teil der Natur ist und die Fähigkeit besitzt über sich selbst nachzudenken, woher kommt dann sein Wunsch, mehr im Leben zu schaffen, als einfach nur zu sein? Warum gibt es Kunst, Empfinden, Emphatie, Moral? Die Natur will Entspannung, Ausgleich. Der Mensch will mit eigener Kraft aus der Natur heraussteigen. In ihrem Betrachten lernen wir das bewußte Einsetzen von Energie und Ruhe, Spannung und Entspannung, Kompression und Dekompression.

Das Stück Compression – Dekompression ist fröhlich. Es macht Spass zu Musizieren und bereitet Freude beim Hörenden. Aber es zieht auch mit großer Kraft nach Vorne, in die ungewisse Zukunft.

Das Stück beschreibt meine kleinen und großen Sorgen, meine Familie, schöne und traurige Momente, Anstrengung und Genuss, meine Trauer und Zuversicht, mein Vertrauen und Misstrauen. Es beschreibt meine Suche nach der Kraft, die mich antreibt. Es beschreibt mein Leben.“

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